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Erbrecht
6.04.2018

Die Entscheidungen der Erben

Vom Todesthema zurück ins Leben, zur Jugend, zu dem was sie fragt und was sie belastet:
Gespräche mit jugendlichen Erben zur Studien- und Berufsplanung sind aufschlussreich, denn gefragt wird zunächst nach Vordergründigem, nach Chancen und Verdienst, Attraktivität der Ausbildung und Kosten, Arbeit und Freizeit. Aber dann taucht die Schwierigkeit mit der Erbengemeinschaft auf, die Wechselwirkung von Vermögen und Berufswahl. Dem Anwalt begegnet die Suche nach möglichen Erben häufig schon im Rahmen oder am Rande seiner Rechtsberatung: Die Auswahl des Nachfolgers eines Unternehmens ist nicht von den direkten Nachkommen gesteuert, sondern von der persönlichen Führungskraft des Juniorchefs, von seiner Substanz.
Die Beispiele aus dem erbrechtlichen Bereich anwaltlicher Beratungstätigkeit illustrieren aktuelle Probleme des Erbrechts: Ein Anwalt mit Erfahrung im Erbrecht wird des öfteren auf diese Qualifikation in Anspruch genommen. Auch in der Mediengesellschaft ist der Beratungsbedarf nicht erloschen; die einzelnen Erben versuchen, die komplizierter gewordene Welt mit dem Mittel des Rechts zu erfassen und den eigenen praktischen Lebenserfahrungen durch Berücksichtigung des Testaments vorauszueilen. Hinzu kommt der Anspruch der Miterben, immer dem unbekannten Nachfahren ein Vermächtnis zu hinterlassen. Besonders Mädchen in der Erbfolge suchen ein Berufsleben für sich; sie ziehen die Tätigkeit als Geschäftsführer in Betracht, - wenn möglich im Unternehmen der Eltern. Sie kennen die Nachfrage und erhoffen sich neben Auskünften und Material auch Kontakte zur Branche.
Es kann dann passieren, dass der Anwalt sich acht Jahre nach Eintritt des Erbfalls wegen der Nacherbenfrage schließlich mehr oder weniger mit Schreibarbeiten beschäftigt wiederfindet. Ob dann der Einstieg in die Bearbeitung der Akte für eine ausgebildete Sekretärin einfacher wäre, muss geprüft werden. Die Fragen sind für direkte Nachkommen trotz ihres vollen Bewusstseins der Gleichstellung weit schwerer zu klären als für männliche Nachkommen.

Grafik Erbengemeinschaft
Vier Erben gründen eine Erbengemeinschaft und suchen einen Anwalt zum Beratungsgespräch auf. Der kann fachliche Hilfe im Erbrecht bieten, und ist rechtlich auf der Höhe der Zeit. Die Fragen der Nachlassinsolvenz und der Einrede der Bedürftigkeit des Nachlasses müssen angesprochen werden, ebenso wie die Frage der Erbschaftssteuer. Das stützt sich u.a. auf die aktuellen Erfahrungen aus der Umstellung eines Unternehmens, vor allem als Gegenstück zum Testament. Im Todesfall geht es nicht um rechtliche, sondern um tatsächliche Entscheidungen, die für die mit einem Vermächtnis bedachten Jugendlichen schwer zu treffen sind, weil ihre Erbenstellung ihnen dies nicht erlauben würde.
Nachlass
Die Probleme mehren sich, wenn sich die Bereitschaft des Anwalts ergibt, prinzipiell bei den Fragen zu einer Suche nach Erben im Ausland Beistand zu leisten. In dieser Situation hat der Anwalt Verfahrenshilfe für die legale Veräußerung der Nachlassgegenstände zu geben, die ohne rechtliche Risiken dem Zwang der Nachlassversteigerung entgehen können. Der Einsatz eines Nachlassverwalters eröffnet die Konsequenzen des Beschlusses und der rechtlichen Fragen bei der Auseinandersetzung des Erbes.
Verschiedene Faktoren kumulieren sich beim Übergang eines ganzen Unternehmens auf eine Erbengemeinschaft bei einer nach Alter strukturierten Gesellschaft zu einem reinen Pflichtteil; für das Nachlassgericht und die Einschaltung des Rechtsanwalts bedeutet dies einen finanziellen Vorteil im Hinblick auf die anfallende Erbschaftssteuer einerseits, und die Erfüllung der Nachlassverbindlichkeiten andererseits.
Der Wettbewerb in der Marktwirtschaft macht die Übernahme eines Unternehmens attraktiv und zugleich anspruchsvoll. Schwierig wird dies besonders durch die erbrechtliche Stellung der Ehefrau: Der Erbteil verdoppelt sich, und die Möglichkeiten das Erbe anzunehmen oder auszuschlagen können nicht frei gewählt werden.